Wir bauen mit Stahl. Und wir tragen Verantwortung dafür.
Grüner Stahl: Wie nachhaltige Produktion den Stahlbau verändert
Stahl gehört zu den wichtigsten Werkstoffen unserer Zeit
Seine Produktion steht vor einem Wandel: Wie nachhaltiger Stahl entsteht und welche Rolle moderne Metallbaubetriebe dabei spielen.
Der Eiffelturm steht seit fast 140 Jahren und er besteht aus Stahl. Was vor mehr als einem Jahrhundert als Ingenieurskunst galt, ist heute das Material einer neuen Frage: Kann einer der größten CO₂-Verursacher der Industrie zum Teil der Lösung werden? Die Antwort liegt in einem grundlegenden Wandel der Produktion und darin, wie Unternehmen wie AF Fercher in Visp diesen Wandel aktiv mitgestalten.
Stahl ist seit langer Zeit einer der meistgenutzten Werkstoffe der Welt. Er wird in Gebäuden, Brücken, Maschinen oder Fahrzeugen verbaut und seine Festigkeit, Formbarkeit und Langlebigkeit machen ihn unverzichtbar und haltbar für eine gefühlte Ewigkeit. Bauwerke sind modular ausbaubar und können auch noch nach Jahren angepasst werden, verschiedene Beschichtungen machen ihn dauerhaft und widerstandsfähig. Das sind eigentlich Argumente, um Stahl als wirklich nachhaltige Möglichkeit zum Bau von Konstruktionen zu bezeichnen.
Dennoch ist die traditionelle Stahlproduktion im Zuge der Bemühungen den CO2-Ausstoss weltweit zu reduzieren, zunehmend in Verruf geraten. Stahl ist vor allem bei seiner Entstehung sehr energieintensiv und verursacht hohe CO₂-Emissionen. Je nach Produktionsort des Stahls liegt dieser weite Transportwege nach und innerhalb Europa zurück.
Nachhaltiger Stahl, oft auch grüner Stahl genannt, zielt darauf ab, diese Umweltauswirkungen drastisch zu reduzieren. Beim grünem Stahl werden statt fossiler Brennstoffe erneuerbare Energien, Wasserstoff oder recycelter Schrott eingesetzt. Dies mit dem Ziel, den CO₂-Fußabdruck deutlich zu senken und dem Ziel, klimaneutral zu produzieren, immer näher zu kommen.
Wie wird nachhaltiger Stahl produziert?
Traditionell entsteht Stahl im Hochofen-Konverter-Verfahren: Eisenerz und Koks werden unter hohen Temperaturen reduziert, um flüssigen Stahl zu gewinnen. Dieses Verfahren macht bis zu 70 % der globalen Stahlproduktion aus, und ist sehr emissionsintensiv, etwa 2 Tonnen CO₂ pro Tonne Stahl.
Ein moderner, nachhaltigerer Ansatz nutzt den Elektrolichtbogenofen (EAF), bei dem überwiegend Recyclingschrott eingeschmolzen wird. Je nach Qualitätsanforderung kann der Einsatz durch direkt reduziertes Eisen (DRI) ergänzt werden. Dieser Prozess verursacht deutlich weniger CO₂-Emissionen (ca. 60 – 80 % weniger Emissionen; abhängig vom verwendeten Strommix) und nutzt vorwiegend Strom statt fossiler Brennstoffe.
Somit kann ein nachhaltiger Stahlherstellungsprozess wie folgt aussehen:
- Schrott statt Primärrohstoffe: Recycelter Stahl wird eingeschmolzen, spart Energie und schont Rohstoffe.
- Elektrische Schmelzöfen: Diese können mit Strom aus erneuerbaren Quellen, wie etwa Strom aus Wasserkraft, betrieben werden.
- Einsatz von grünem Wasserstoff: Er ersetzt fossile Reduktionsmittel und reduziert CO₂ weiter.
- Lebenszyklusanalyse (Cradle-to-Gate): Alle Emissionen von der Rohstoffgewinnung bis zur Auslieferung des fertigen Produkts werden bilanziert – als erster Schritt hin zu einer umfassenden Cradle-to-Cradle-Betrachtung.
Nachhaltigkeit bei AF Fercher – Verantwortung in Stahl & Metallbau
Wir bei AF Fercher verbinden traditionelles Handwerk mit modernen, nachhaltigen Produktionsprinzipien, dies ganz im Sinne einer zukunftsgerichteten Stahlbaubranche.
Was tut AF Fercher für Nachhaltigkeit?
- Wir bekennen uns zum Produktionsstandort in der Schweiz. Unser duales Ausbildungs- und Weiterbildungssystem ist einzigartig. Wir haben ein funktionierendes Sozialversicherungssystem und unterstehen einem Gesamtarbeitsvertrag mit Mindestlöhnen. Das bedeutet Sicherheit für uns als Unternehmen und für unsere Mitarbeiter.
- Zertifiziertes Qualitätsbewusstsein: Das Unternehmen arbeitet nach internationalen Standards wie EN 1090-2 EXC3 und ISO 9001. In beiden Normen werden unter anderem auch Aspekte der Prozesssicherheit berücksichtigt.
- Erneuerbare Energie: Die Produktion läuft zu 100 % mit Strom aus der eigenen Photovoltaikanlage und Walliser Wasserkraft, was den ökologischen Fußabdruck während der firmeneigenen Fertigung deutlich reduziert. Überschüssiger Strom aus der Photovoltaikanlage wird wieder eingespeist.
- Saubere Fertigung: Hocheffiziente Rauch- und Filtersysteme sorgen für eine saubere und sichere Produktionsumgebung.
- Wir reduzieren wo immer möglich unseren Abfall, was bleibt wird ordentlich getrennt und / oder wiederverwertet.
- Ganzheitliche Lösungen: AF Fercher plant und fertigt langlebige Konstruktionen mit Blick auf Energieeffizienz und Ressourcenschonung. Wir weisen unsere Kunden auf die Vorteile des CO2-reduzierten Stahls hin und bieten diesen gezielt an.
- Nachhaltige Beratung: Das Netzwerk des Unternehmens arbeitet an optimalen Lösungen für Energieeffizienz und Nachhaltigkeit bei Bauwerken und Projekten.
Fazit
Die Transformation des Stahlbaus hat begonnen und AF Fercher ist dabei. Damit sie gelingt, braucht es mehr als engagierte Verarbeiter: Es braucht Stahlproduzenten, die konsequent auf grüne Verfahren setzen und Kunden, die Nachhaltigkeit als Kriterium in ihre Entscheidungen einbeziehen. Gemeinsam wird Stahl zukunftsfähig.